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Yoga Your Mind

Was wären wir Heidelbergerinnen ohne unser Yoga. Tatsächlich praktizieren wir Yoga schon lange – schon bevor es zum Hype wurde. Heute erleben wir natürlich ein Überangebot – von Aldi-App, über Betriebsyoga bis zum VHS-Kurs – ALLE machen Yoga. Doch wir Heidelbergerinnen sind quasi damit aufgewachsen. Schon unsere Mütter rollten ihre Matten aus (sie haben ihre Praxis vielleicht nicht direkt als Yoga bezeichnet) und wir besitzen unsere mit Sicherheit seit der Schul- und spätestens seit der Studienzeit.

Heute freuen wir uns natürlich, dass wir nicht mehr schief angeschaut werden, wenn wir einen Kopfstand auf der Neckarwiese üben. Toll ist auch, dass uns unsere männlichen Zeitgenossen nicht mehr belächeln, sondern selbst zum Yogakurs gehen – und das nicht, um dort eine Frau “aufzureißen”, wie es noch vor wenigen Jahren hieß, sondern sich selbst etwas Gutes zu tun.

In Zeiten von Corona ist Yoga ein echter Segen! Wirklich. Wir können uns ganz bewusst auf innere Qualitäten richten, wenn die äußere Welt aktuell etwas durcheinander geraten ist. Unser Tag startet direkt auf der Gute-Laune-Matte. Nach dem Aufstehen, erst einmal langstrecken, den Körper in Schwung bringen, Energien freisetzen und die Gedanken sortieren: was habe ich geträumt, was steht heute an, welche Termine sind mir wichtig, was muss erledigt werden – alles Gedanken, die man natürlich nicht “ausschalten” kann, aber die erst einmal auf die Wartebank kommen. Auch Leistungsdruck, Zukunftssorgen, Alltagsstress schieben wir bewusst ins mentale Aus. Stattdessen starten wir mit Stärke und Gelassenheit in den Tag. Und statt Kaffee, gibts vielleicht lieber ein Glas frisches Wasser mit einem Schuss Zitronensaft.

Von wegen esoterisch! Unser Yoga hat nichts mit religiösen Glaubenssätzen oder übergeordneter Weltanschauung zu tun. Es ist aber auch nicht nur Sport oder Gymnastik. Wir bleiben physisch und psychisch geschmeidig und relaxed. Natürlich gehen wir mit unserem Körper achtsam um. Wir betrachten ihn zum Beispiel als Tempel, den wir “reinigen”, “beleben” und uns um ihn kümmern. Schließlich wohnt unsere Seele darin 🙂 Deshalb trainieren wir oft gerne einfach nur für uns selbst oder mit unseren besten Freund*innen.

Wir brauchen keinen Guru, keine Lektüre oder heilige Mantras. Das ist eher so´ne Me-Time-Sache, um im Alltag etwas Zeit für uns selbst zu finden und unseren Körper zu spüren. Unspektakulär und definitiv sporadisch. Klar, ist Yoga schweißtreibend – und genau das ist magic! Yoga ist bereichernd, von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei macht es auch noch Spaß. Die Matte ist schnell ausgerollt – egal ob neben dem Bett, auf dem Balkon oder gleich auf der grünen Bahnstadt-Promenade. Mit Yoga fühlen wir uns wohl und gleichzeitig total entspannt! Der Tag kann starten oder einfach nur perfekt zuende gehen, den Zeitpunkt bestimmen wir selbst!

Yoga ist auch eine Art Statement. Wir haben keine Lust auf Wettkampf, und auch nicht, an Leistung gemessen zu trainieren. Warum auch?! Es geht schließlich um unsere freie Zeit. Warum sollten wir uns zusätzlich stressen, messen, optimieren? Es reicht, dass unser Alltag oft durchstrukturiert ist. Unsere Freizeit bestimmen wir aber gerne selbst. Yoga ist definitiv auch eine Kopfsache. Gedanken können wir ganz bewusst bestimmen. Beruhigen wir diese, können wir besser und besonnener auf Situationen reagieren.

Deshalb, Matte raus, Socken aus und Gruß zur Sonne!

Empfohlene (sachliche, nicht-spirituelle) Yoga-Literatur:

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