Lifestyle

Urlaub – von Kopf bis Fuß

Wir, unser Körper – insbesondere unsere Füße, unsere Augen, unser Magen und Darmtrakt und selbstverständlich unser Rücken brauchen ab und zu eine Erholungspause.

Und so kann Body-Urlaub aussehen: Die Füße bekommen wieder Bodenkontakt und stecken öfters Mal in flachen Schuhen. Schon mal über minimalistisches Schuhwerk nachgedacht? Eine sehr flache und flexible Sohle trägt zu einem natürlichen Laufgefühl bei. Probier´s mal aus. Erholung für die Füße bedeutet auch, mehr zu Fuß gehen. Wir bewegen uns praktisch ja kaum noch. Das führt zu Blutstau, also Schwellungen, Schmerzen und wenn´s ganz blöd kommt, kriegen wir einen Plattfuß. Die Durchblutung ist schlechter und Gelenke können in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie wäre es außerdem mit einer kalten Dusche, nicht nur für die Füße? Belebt Körper und Geist und ist unglaublich wohltuend.

Was unsere Augen betrifft, sollten wir wieder öfters in die Ferne schauen. Unsere Sehorgane brauchen dringend eine Bildschirmpause. Auch unsere Augenmuskeln können verspannen. Und das tun sie ziemlich oft, ohne dass wir es bewusst merken. Sie müssen genauso trainiert werden, wie unser Bizeps oder unsere Po-Muskulatur.

Magen, Darm, Milz und Leber erholen sich am besten durch längere Esspausen. Wir tun unseren inneren Organen etwas Gutes, wenn wir immer wieder mal auf Kaffee, Alkohol und Zucker verzichten. Esspausen bis zu sechs Stunden sind wichtig für entsprechende Verdauungsvorgänge, aber auch Reinigungsprozesse und Reparaturphasen des Körpers. Der Insulinspiegel reguliert sich, Fett wird verbrannt, Zellen reinigen sich. Genial, was sich so tut, wenn wir oben mal nichts hineinschaufeln.

Unser Rücken, besser gesagt unsere Wirbelsäule, braucht dringend Urlaub vom Sitzen! Denn, das tun die meisten von uns am meisten und zu viel – nicht nur während der Arbeitszeit. Stehtische sind eine erste gute Neuerung am Arbeitsplatz. Immer mehr Unternehmen rüsten auf und bieten ihren Mitarbeitern Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen an. Und was tun wir in unserer Freizeit?

Den Rücken schicken wir am besten in den Urlaub, indem wir ihn fördern: strecken, dehnen, routieren – alles, nur nicht gemütlich Platz nehmen. Dafür sorgen auch Hochtische zuhause oder eben die Yogamatte. Die bequeme Couch sollte uns ein Dorn im Auge sein. Wenn sie dennoch wie ein Magnet auf uns wirkt – insbesondere nach einem langen Arbeitstag – sollten wir sie gegen eine andere Variante austauschen: Bodenkissen oder eine gepolsterte Sitzbank. Sie sind bequem, aber man wird dennoch keine vier Stunden auf ihr verbringen.

Bequeme Sofas gibt es übrigens auch im Lieblingscafé oder im Lesesaal der Uni-Bibliothek. Dann hat man auch einen Grund, das Haus zu verlassen und unterwegs zu sein. An bequemen Sitzmöglichkeiten mangelt es hierzulande jedenfalls nicht!

Bewegung ist alles

7,5 bis 11 Stunden sitzen wir am Tag – am Frühstückstisch, im Auto oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit, am Schreibtisch, am Esstisch in der Mittagspause und abends auf der Couch. Wir sitzen erschreckend viel. Muskeln bauen ab, innere Organe werden unzureichend durchblutet, unser gesamter Bewegungsapparat ist tagtäglich unterfordert. Es ist jedoch nicht nur das Sitzen, dass unserem Körper schadet und allmählich für Schmerzen sorgt. Es ist vor allem die Bewegungsarmut: nur mit Bewegung können wir Schmerzen und Erkrankungen entgegenzuwirken oder präventiv dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen. Es geht darum, sich wieder in Bewegung zu setzen, so oft es geht – auch während der Arbeitszeit!

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