Buchtipp,  Über Heidelberg

Dunkle Geschichten aus Heidelberg

Dieses Mal geht es um schön schaurige Geschichten aus Heidelberg von Susanne Kahlig. Die Autorin ist zwar in Berlin geboren, hat aber ihre gesamte Lebenszeit in Heidelberg verbracht. Sie hatte nie das Bedürfnis – außer für Reisen – diese Stadt je zu verlassen! Neben ihrer Autorentätigkeit, ist Susanne hauptsächlich im Event Management und als Tour Guide (individuelle Stadt- und Schlossführungen) unterwegs. Dafür hat sie die Eventagentur event & eventchen Heidelberg gegründet.

Heidelberg – schön und schaurig

Dass das romantische Heidelberg auch schaurige, ja sogar gruselige Seiten hat, dass zeigt die Kennerin in 16 Storys ihres Buches Dunkle Geschichten aus Heidelberg, erschienen im Wartberg Verlag.* Dafür ist sie sogar tief in die Dokumente des Heidelberger Stadtarchivs eingetaucht und hat zahlreiche Gespräche mit Bewohner*innen dieser Stadt geführt.

Es reicht schon, wenn wir die Stadt bei Nacht betrachten. Sie hat so ihre “Schattenseiten”, bejaht sogar der Oberbürgermeister Prof. Würzner im Grußwort dieses Buches. Auch wenn man es selbst zunächst nicht glauben mag, in Heidelberg gibt es anscheinend so manch´ düsteren Ort und mysteriöse Ereignisse. Und diese passieren eigentlich direkt vor unserer Nase.

Susanne Kahlig nimmt uns mit in den Studentenkarzer, zu den Fledermäusen an der Schlossmauer und auf den legendären Bergfriedhof in der Heidelberger Weststadt.

“Und was hat es eigentlich mit dem Absinth auf sich?” hast Du Dich das auch schon mal gefragt? Drauf geht die Heidelberger-Expertin ein, wobei die Bezeichnung “dunkle Seiten” hier in einem ganz anderen Kontext zu verstehen ist.

Für den einen wirklich gruselig, für den anderen ein Lern- und Aufklärungsprojekt: die Plastination von Gunther von Hagen, seit 2017 im Alten Hallenbad unter dem Namen “Körperwelten” ausgestellt.

Und kennst Du die sogenannte “Hölzerlippsbande”? Diese Mythen, die sich um die wohl berühmtesten Räuber aus Heidelberg ranken, gehen sogar bis ins Mittelalter zurück.

Fazit: Man merkt der Autorin an, dass sie viel in Heidelberg unterwegs ist und so die ein und andere Nebeninformation einfließen lässt. Zwar sorgen die Kurzgeschichten auf 80 Seiten nicht unbedingt für tatsächliche Gänsehaut, aber man lernt viele interessante Dinge über seine eigene Stadt kennen. Das Buch ist ein schönes Mitbringsel und sorgt mit Sicherheit an einem gemütlichen Abend mit Freunden für guten Gesprächsstoff!

*An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei dem Verlag für das Rezensionsexemplar.