Feiern

Musikliebe

Unser Musikgeschmack ist schon etwas außergewöhnlich, das geben wir zu. Wir können Chartmusik einfach nicht leiden. Wir stehen auf alternative Musik, Indie (Independent Music) und außergewöhnliche Künstler. Internationale Bands und Weltmusik bereiten uns Gänsehaut und Jazz ist ein Genuss.

Wir hören auch gerne klassische Musik wie die von Debussy, Chopin, Satie aber auch Mozart, Bach und Schumann. Am liebsten gehen wir hierfür in ein Konzert und hören die Stücke live.

Dazu eine witzige Anekdote: Ich war im ersten oder zweiten Semester und auf einer WG-Party eingeladen. An jenem Freitagabend saßen die jungen Menschen, eine Mischung aus Politikwissenschaftler*innen, Mediziner*innen und eben auch Musikwissenschaftler*innen beieinander, tranken Bier und unterhielten sich. Der Musikwissenschaftler zeigte mir sein kleines Zimmer – eine umgebaute Abstellkammer – für die er unverschämte 500 Euro zahlte. Aber das soll nicht das Thema sein. Ich unterhielt mich also mit ihm und im Hintergrund lief Musik, die irgend jemand von seinem PC hat abspielen lassen. Es kam der Song “The bitter end” und irgendwer aus der Menge rief, “cool, Placebo, mach lauter!” Der Musikwissenschaftler schaute mich an und fragte mit ernster Miene, ob Placebo das Stück oder der Interpret sei.

Das ist Heidelberg! Solche und ähnliche Erfahrungen in Hinblick auf Kunst, Musik und Literatur macht man hier immer wieder!

Zurück zum Thema: Wir trauen uns auch an die sogenannte Neue Musik heran, à la Stockhausen, Berio, Messiaen und Boulez. Es ist nur eine Frage der Gewohnheit. Und wir Heidelbergerinnen gewöhnen uns recht früh aufgrund der kulturellen Sozialisation an außergewöhnliche Interpreten.

Wenn wir selbst eine Party schmeißen, läuft dann in der Regel natürlich Billie Eilish, ACDC und der Interpret Placebo 😛

Und wenn wir Radio hören, dann ist es SWR2 oder der werbefreie, amerikanische Sender Radio Paradise.  Wir wissen eben, was gut ist!