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How to… eine kleine Wohnung einrichten

Hat man erst einmal eine Wohnung in Heidelberg gefunden, dann geht´s ans Einrichten. Die Wohnungen in Heidelberg sind oft viel kleiner als anderswo. Viele müssen sich mit einer 1-bzw. 2-Zimmer-Wohnung und zudem mit weniger Platz zufriedengeben. Das macht aber nichts. Das kann man sehr kreativ lösen und es sich richtig gemütlich machen.

Wenn es ums Wohnen geht, sind wir genügsam. Schließlich geht es uns Heidelberger*innen nicht um viiiieeeeeeel Raum! Wir haben es nicht nötig, in einem Palast zu leben – hat für uns sowieso nur Nachteile: man muss die Räume mit unnötig vielen Möbeln vollstellen, mehr putzen, ständig Dinge suchen, sein eigenes Echo hören oder “Hotel Heidelberg” spielen. Nein, wir wollen selbstverständlich nur das Beste! – und für uns zählt beispielsweise die Lage der Wohnung eine größere Rolle: Bäcker ums Eck, Bäume vor dem Fenster, aber auch tolle Nachbarn bzw. Mitbewohner*innen, Nähe zum Fluss, zur Bahn und zur Arbeit. Wir lieben Simplizität, Individualität, Natürlichkeit, Gemütlichkeit und vor allem brauchen wir eine Höhle, in der wir uns jederzeit verkriechen, in Ruhe ein Buch lesen oder ein Nickerchen halten können. Gleichzeitig ist unser Zuhause für uns und unsere Freunde ein entspanntes Plätzchen, an dem wir gemeinsame Abende verbringen: Musik hören, Plaudern und Lachen – bis tief in die Nacht!

Wir brauchen dafür nicht viel. Hier ein paar Ideen, wie wir es uns so richtig gemütlich machen können:

  • Lichterketten und Teelichter
  • Möbel aus Holz, Kork, Rattan oder Bambus, weniger Plastik
  • viele, viele Pflanzen, grüne Akzente
  • helle Farben für Möbel und Textilien
  • Naturmaterialien für Bett und Körperpflege
  • viele Kissen und Tagesdecken. Wirken sich immer positiv auf die Gemütlichkeit aus
  • Schränke, die wir schließen können, um etwas Ruhe in den Raum zu bekommen
  • individuelle Bilder, wenn wir uns für Wanddeko entscheiden (ohne ist aber auch ok.)
  • Spiegel lassen den Raum immer etwas größer wirken
  • generell viele runde und weiche Elemente
  • Weniger ist mehr! Immer fragen, was wirklich ins Zimmer muss und was weg kann
  • Bücher! Klar.
  • Instrumente! Wir beherrschen mindestens eines
  • Spiele – am besten Klassische (Karten, Brettspiele, Würfel) aus Holz, Pappe oder Metall
  • auf flexible Möbelstücke setzen. Alles, was sich zusammen- und aufklappen lässt, ist in kleinen Räumen immer hilfreich: Bett wird zum Sofa, Stühle verschwinden tagsüber hinterm Schrank oder der schlanke praktische Sekretär, der sich in null Komma Nix zu einem Schreibtisch umfunktionieren lässt

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Wir setzen auf Multifunktionalität: von Kleidungs- bis Möbelstück. Der breite Sitzhocker verwandelt sich in ein Gästebett, der tiefe Beistelltisch zum Esstisch für viele Personen, die im Schneidersitz daran Platz nehmen können. Auch unsere Baumwoll-Tops tragen wir zum Sport und unsere schwarzen Leggings gern mit Stiefelletten, wenn wir ausgehen. Multifunktional ist total toll und es gibt diesbezüglich viele interessante Ideen. Allein hier auf Pinterest wirst Du weitere, kreative Ideen finden!

Digitalisiere Dich, wenn möglich! Große dunkle Ordner, meterhohe DVD- und CD-Ständer gehören hoffentlich der Vergangenheit an. Und was willst Du mit all dem Kram aus der Schul- und Studienzeit, wenn diese schon einige Monate oder sogar Jahre zurückliegt? Brauchst Du wirklich alle Skripten in Papierform? Dein Zimmer dient hoffentlich nicht als persönliches Dokumentationszentrum. Wenn es wirklich nicht anders geht, zusätzlichen Stauraum kannst Du dir mieten, etwa bei MyStorage in der Bahnstadt. Ausmisten ist aber wahrscheinlich sinnvoller!

Filigran ist auch so ein Begriff, der wunderbar zu kleinem Raum passt: der Begriff bedeutet “zart”, “fein” bzw. “feingliedrig” und so sollten viele Deiner Möbelstücke insbesondere in kleineren Wohnungen und Räumen sein, damit sie Dich optisch nicht erschlagen. Setze auf weiche, einfache und zarte Stücke, auf helle und ineinander übergehende Farben und Materialien, auf ein offenes Design, sodass das Zimmer wie auf Wolken schwebt.

Lass Dich inspirieren. Hier siehst Du ein paar Beispiele für ein typisch kleines Zimmer – mit großer Wirkung. Wer will bei diesem Anblick noch in ein großes Haus ziehen:

Du siehst, die Farbkomposition ist stimmig. Auf diese Weise wirkt ein unaufgeräumtes Zimmer nicht sofort chaotisch, sondern authentisch, persönlich und deshalb sympathisch. “Hier lebt, liebt, arbeitet und träumt jemand”! Steht dann Mal eine Freundin spontan vor der Tür, gibt es keinen Grund, sie auf einen anderen Zeitpunkt zu vertrösten, nur weil man noch nicht aufräumt hat! Was für eine Zeitverschwendung. Wir müssen nicht erst für Ordnung sorgen, um zu leben. Wir richten uns von Anfang an ordentlich ein 🙂

Übrigens: es muss nicht immer weiß an die Wände! Wir wagen auch mal neue Farben, die für optische Frische sorgen, aber auch unseren persönlichen Geschmack (oder vielleicht sogar unseren Wagemut) widerspiegeln. Mit der Farbpalette von Schöner Wohnen beispielsweise haben wir schon gute Erfahrungen gemacht. Wieso also nicht mal die Küche in “Macchiato” tränken, das Schlafzimmer in einen “Jungle” verwandeln und das Wohnzimmer ein bisschen “einpudern”?

Die kleinen Räume bringen noch weitere klare Vorteile: wir müssen öfters Ausmisten und überlegen uns genau, ob wir etwas wirklich brauchen und uns das in den Raum stellen wollen. Das ist wichtig, um nicht unserem inneren “Sammeltrieb” zu erliegen, sondern ständig neu zu reflektieren. “Was ist uns wirklich wichtig?”

Die Zeit, die wir außerdem mit kleineren Räumen gewinnen, nutzen wir viel lieber für unser “inneres Wachstum”, etwa durch Lesen, Hörbücher hören, Freunde treffen, auf interessante Veranstaltungen gehen und Heidelberg bei mit Haut und Haar erleben.

Wenn Du gerade umziehst oder Dich verändern willst, dann sei offen für das Neue! Auch wenn vielleicht das nötige Kleingeld fehlt oder Du absolut keine Idee hast, wie Du dich einrichten kannst, ist Offenheit, Experimentierfreude und Mut zur Lücke immer eine gute Wahl. Lass doch einfach Deine alten (Kinderzimmer-)Möbel zuhause stehen und richte Dich – wenn Du schon die Möglichkeit hast – komplett neu ein. In der Regel sind Möbel, die Du Dir einmal gekauft hast genau für jene Wohnung vorgesehen. Im neuen Zuhause wollen sie nie so richtig passen. Erlaube Dir einen Neuanfang und hab Geduld mit der Einrichtung!

Es ist nicht schlimm, wenn Du dafür anfangs auf einer Matratze auf dem Boden schläfst – mit ein paar Kerzen, einer netten Zimmerpflanze, einem Plattenspieler und einer Auswahl Deiner Lieblingsbücher kann das zum gemütlichsten Ort der Welt werden. Lass Dinge einfach mal bewusst weg. Tausche sie, gib sie weg (zum Beispiel ins Sozialkaufhaus) oder stell sie auf den Sperrmüll. Vielleicht werden andere Menschen sich daran erfreuen.

Probier´s auch mit kleineren Möbelstücken (es muss nicht immer der XXL-Ikea Paxschrank sein, auch nicht die “Wohnlandschaft”. Brauchst Du wirklich ein 82-Zoll TV-Gerät und einen Esszimmertisch, an dem eine russische Großfamilie Platz nehmen kann? Probier´s Mal stattdessen mit einem einfachen, hübschen Kleiderständer als Holz oder Bambus, mit robusten Bodenkissen und geflochtenen Poufs. Ein tragbarer Mini-Beamer wäre doch eine tolle Alternative zum pompösen Fernsehbildschirm und sogar mit Pappmöbeln kannst Du Dir coole Regalsysteme zusammenstellen, ohne eine einzige Schraube verwenden zu müssen.

Wenn Dir zu Beginn noch etwas fehlt, kannst Du es Dir doch auch leihen (und auf diese Weise Deine Nachbarn besser kennenlernen). Konzentriere Dich immer zuerst auf die wichtigen Dinge: eine verdammt gute Zeit in Heidelberg!

In dem Sinne, guten Start in einer der schönsten Städte Deutschlands!