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Holistay statt far away

Bei Holistay beginnt die Reise direkt vor der Tür! Nicht selten wird sie zu einer Reise zu sich selbst. Nein, nein. Nicht im spirituellen Sinne, etwa auf der Suche nach dem wahren Ich. Holistay ist keine Tourismuskritik[1], die den Massentourismus anklagt und Local Travel lobt. Weltenbummler*innen sollen bitte ihre Reisen machen. Holistay ist weder eine Art Heimatkunde noch sollen hier die Vorzüge des Reisens durch Deutschland herausgestellt werden. Holistay ist auch kein Tipp, etwa, was man alles so Schönes auf seinem Balkon machen kann (Stichwort: Balkonien). 

[1] Wer sich dennoch dafür interessiert, sollte sich mal einige tourismuskritische Studien anschauen, zum Beispiel die vom Schriftsteller und Redakteur Hans Magnus Enzensberger oder vom Zukunftsforscher, Politik- und Wirtschaftsberater Horst W. Opaschowski. Zu erwähnen ist noch die Übersichtsstudie „Die dunklen Seiten des globalisierten Tourismus“ aus der APUZ-Reihe 47 im Jahr 2001 von Norbert Suchanek und die Monographie „Der ganz normale Reisewahn. Wie Tourismus den Planeten abgrast“ von Stephan Bernau aus dem Jahr 2015. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik gibt es außerdem auf den Internetseiten www.fairunterwegs.org und www.tourismuswatch.com.

Holistay ist die Begeisterung dafür, was sich alles vor unserer Nase abspielt, wenn wir etwas genauer hinschauen. Egal, wo und wie wir leben.

Außerdem können die eigenen vier Wände und die Art, wie wir unsere freie Zeit gestalten, einen beträchtlichen Teil zur Erholung und zum Energietanken beitragen – vorausgesetzt natürlich, wir leben so, wie es uns gefällt!

Unsere Freizeit ist wie dafür geschaffen, soziale Beziehungen zu festigen, ein neues Handwerk, ein Musikinstrument oder eine fremde Sprache zu erlernen, sich kreativ zu entfalten und seinen Körper fit zu halten. In unserer freien Zeit können wir unsere Umgebung erkunden, benachbarte Dörfer besuchen, Stadtfeste zelebrieren, Wanderungen unternehmen – kurz: zu Hause auf Reisen gehen. Da bleibt natürlich nur wenig Zeit für Fernreisen 🙂

Fazit

Wir sollten besser unsere Suche nach Spaß, Abenteuer, Lebenssinn, Freundschaften und Lebensfreude weniger auf das Fremde, sondern besser auf unsere Freizeit, die Mitmenschen, den Partner, gute Freunde, unsere (fremden) Nachbarn, netten Kollegen usw. projizieren. Muss ich tatsächlich erst auf die andere Seite der Welt fliegen, um glücklich, entspannt und frei zu sein? Ganz bestimmt nicht.