Studium

Englisch – by the way

Dass mit dem Englisch ist wie mit dem Sport … die einen können es auf Anhieb, haben sogar Spaß dabei und scheinen einfach “begabt” darin zu sein. Andere müssen sich dafür extra Zeit nehmen und Kurse buchen, sich ins Zeug legen und Gas geben! Wenn man die Sache nicht aktiv praktiziert, geraten die Kenntnisse schnell in Vergessenheit und die Lust darauf hält sich in Grenzen.

Warum Englisch so wichtig ist

Dabei kann man es sich wirklich leicht machen. Schließlich ist Englisch in unserem (Berufs)Alltag kaum mehr wegzudenken. Wir werden immer wieder damit konfrontiert und es ist nicht verkehrt, im Zeugnis ein regelmäßiges Sprach-Update vorzuweisen. Wer sich zum Beispiel beruflich neu- und umorientieren will, kommt heute nicht mehr drumherum, seine Sprachkenntnisse auf Vordermann zu bringen. Aber auch im Alltag zeigt sich immer häufiger, dass man die Sprache einfach beherrschen sollte. Leider fangen die meisten erst zu spät oder gar nicht erst damit an – was dazu führt, in wichtigen Situationen auf dem Schlauch zu stehen und es sich zu vermasseln.

Wir stellen wir das also im Alltag so geschickt wie möglich an? Bestellen wir Übungshefte und schreiben uns in den nächsten vhs-Kurs an? Natürlich nicht! Wir lernen Englisch by the way. Schritt für Schritt gewöhnen wir uns an die Sprache und merken nicht einmal mehr, dass wir es tun.

Wenn Du also sowieso täglich beim ersten Kaffee durchs Netz surfst und die neuesten Nachrichten scrollst, dann tu dies in Zukunft einfach gleich auf Englisch. Mehr als über die Schlagzeilen hinaus lesen wir ja sowieso nicht. Und das können wir Bitteschön auch auf Englisch tun.

Zu den Besten englischsprachigen Nachrichtenseiten zählen:
  • BBC News – ist einer der bekanntesten 24/7 Nachrichtensender der Welt und wird in Großbritannien produziert. BBC steht für British Broadcasting Corporation und ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die neben Nachrichten auch Hörfunk und Fernsehprogramme produziert.
  • Huffpost – ehemals Huffington Post, ist eine Onlinezeitung aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die von AOL im Jahr 2011 übernommen wurde und sechs Jahre später mit Yahoo fusionierte. Hier sind v.a. auch viele Gastbeiträge von externen Blogger*innen und Freelancer*innen untergebracht, weshalb die Seite sehr vielfältig ist und Bereiche wie Wirtschaft, Unterhaltung, Promis, Politik und Kultur abdecken kann.
  • VICE – ist ein überregional populäres und weltweit verbreitetes, kanadisches Magazin, dass für seine spannenden Dokumentationen und “unbequeme” Reportings bekannt ist (mehrfach ausgezeichnet). Es gab die VICE sogar als gedrucktes (deutsches) Magazin, die allerdings 2019 wieder eingestellt wurde.
  • New York Times – Prestigeträchtig, international angesehen und ein Klassiker … die 1851 gegründete New Yorker Zeitung ist heute die meist gelesene Onlinezeitung in den USA. Aufgrund ihrer umfangreichen Berichterstattung (die Texte sind teils sehr komplex) gehört sie zu den meist zitierten ausländischen Zeitung in deutschen Medien.
  • The Cut – “Fashion, Beauty, Politics, Sex and Celebrity”… ist eine an junge, vielfach beschäftige und erfolgreiche Frauen gerichtete englischsprachige News-Page. The Cut gehört zum New York Magazin (NYMag), was wiederum Teil der FOX Medien ist. Aufgrund des unterhaltsamen Charakters, ist auch die Sprache für Nichtmuttersprachler*innen recht einfach zugänglich.
  • The Pool – ähnlich wie The Cut, richtet sich diese News-Plattform an viel beschäftigte Frauen, die “keine Zeit haben”, die wichtigsten Meldungen im Netz zu suchen, sondern gleich hier reinschauen. Die News stammen aus Großbritannien, sie sind kurz gehalten und ebenfalls gut verständlich.
  • The Daily Mail – sind so etwas wie unsere BILD-Zeitung. Bunt, schrill, laut. Der Unterhaltungswert steht im Vordergrund, weshalb auch hier der Bildcontent überwiegt. Perfekt für´s Englischlernen.
Lesen – warum nicht gleich richtig?

Ein andere Möglichkeit, Englisch ganz einfach in den Alltag zu integrieren, ist das Lesen von Büchern in ihrer Originalsprache bzw. in englischer Übersetzung. Die meisten deutschsprachigen Bestseller-Autor*innen werden sowieso früher oder später ins Englische übersetzt, international erfolgreiche Klassiker sowieso. Schau doch mal einfach in der Fremdsprachen-Rubrik jedes x-beliebigen Buchhandels. Dazu zählen sowohl Juli Zeh, Sebastian Fitzek, Ferdinand von Schirach, Ingrid Noll als auch Charlotte Link. Bekanntheiten wie Ken Follett, Joanne K. Rowling, Simon Beckett, Paulo Coelho und Haruki Murakami sind sowieso aus dem Ausland und sie liest man von vornherein im Original. Lies richtig, lies auf Englisch!

Vom Lesen zum Hören

Wenn Du mit Bücherlesen aber noch Deine Anläufe brauchst, kannst Du dich auch zuerst einmal am Hörbuch versuchen. Das geht viel besser und ist echt angenehm nebenbei (zum Beispiel vor dem Einschlafen oder beim Wäsche machen, Spaziergang, beim Joggen, Kochen oder Putzen). Sicherlich wirst Du den ein und anderen Film bzw. Serien schon mal in Originalsprache angeschaut haben und den Tipp mit dem Untertitel beim Musik hören, kennst Du sicherlich auch schon lange.

Man kann Wikipedia-Beiträge zum Beispiel auch gleich auf Englisch lesen, Podcasts auf Englisch lauschen oder auf Youtube gezielt nach englischen Inhalten suchen. Ein paar nette Videos findest Du bei diesen sympathischen und engagierten Youtuber*innen:

Immer besser, immer einfacher

Du wirst sehen, all die kleinen Veränderungen im Alltag, die allmähliche Integration von Englisch in Deinen Sprachgebrauch, führen früher oder später dazu, dass Dir die Sprache immer leichter fällt. Du gewöhnst Dich an sie und merkst nach einiger Zeit nicht einmal mehr, in welcher Sprache Du den Film soeben geschaut hast. Auch wirst Du in spontanen Situationen, schneller switchen und auf Englisch antworten können. Denk nicht zu viel drüber nach. Lass Dein Unterbewusstsein arbeiten.

Und wenn Dir das Wort, nach dem Du suchst nicht sofort in englischer Sprache einfällt, dann umschreibe es. Sag das, was Du mitteilen willst in mehr Sätzen. Man wird Dich schon verstehen. Hilfreich ist auch immer, Wörter und Sätze, die kompliziert klingen, laut vorzulesen/ nachzusagen und auf diese Weise einmal selbst auszusprechen.

Verwende bei Übersetzungen, wenn Du noch Schwierigkeiten damit hast, gerne Hilfsseiten wie linguee.de oder deepl.com.

Fazit

Sprache lernen ist eben wie Sport treiben. Du kannst Geld dafür ausgeben: Kurse besuchen, teures Equipment kaufen, eine*n Personal Trainer*in buchen, Dir einen abschwitzen, Deine Leistung ununterbrochen tracken und Dich durchquälen, bis es weh tut. Du kannst aber auch sportlich aktiv sein, ohne je ein Fitness Studio von innen gesehen zu haben. Du kannst täglich einen großen Spaziergang machen, ein paar Sprints einlegen, immer die Treppen nehmen, es Dir auf Deiner Yogamatte bequem machen, zu toller Musik tanzen oder mit Freunden im Park Spikeball spielen. Das macht viel mehr Spaß und Schwitzen tust Du von alleine. So verhält es sich auch mit dem lernen einer Sprache: hab Spaß, mach´s nebenbei und überlass das anstrengende Pauken anderen.

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