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Coboc – mehr als ein E-Bike

Fährräder mit Elektroantrieb – nicht nur Opa fährt eines, sondern immer mehr junge Menschen, die von Auto auf Rad umsatteln wollen. Die Elektroräder oder E-Bikes, wie man sie auch nennt, haben großes Potential, das Auto gänzlich abzulösen, zumindest bei Kurzstrecken und innerhalb der City. Sie werden immer beliebter und werden unsere Stadt in Zukunft verändern.

Zu den ersten dieser Art gehört definitiv Coboc. Das Startup aus Heidelberg feiert inzwischen sein 10-jähriges Bestehen und hat einiges Interessantes auf Lager! Wir haben mit Bastian Panni (Content Marketing Manager von Coboc) gesprochen und wollten von ihm wissen…

Hallo Bastian, schön, dass Du etwas Zeit für uns gefunden hast. Für was steht Coboc eigentlich und was ist das Besondere an diesen E-Bikes?

Bastian: Coboc steht für Pionierarbeit im Bereich der Slim E-Bikes. Unsere hauseigene Design-DNA, bei der wir vor allem Wert auf eine geradlinige, reduzierte Gestaltungssprache legen, macht unsere E-Bikes außergewöhnlich leicht, intuitiv bedienbar und einfach verdammt schön. Außerdem entwickeln wir elementare Bestandteile, wie beispielsweise das Antriebssystem, selbst in Heidelberg.

Was heißt denn “Circular Economy”?

Bastian: Die “Circular Economy” ist der Ansatz einer Kreislaufwirtschaft, der als Gegenentwurf zur herkömmlichen “Linear Economy” entwickelt wurde. Im Mittelpunkt steht die Idee, Produkte so zu designen, dass Abfälle vermieden werden oder Teile davon wiederverwendet werden können. Wenn neue Rohstoffe benötigt werden, müssen sie nachhaltig gewonnen werden, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen. Genau mit diesen Leitlinien entwickeln und testen wir aktuell unsere Prototypen wie das Coboc Circular Bike oder die Coboc Power Unit. So schenken wir etwa dem Akku ein zweites und sogar ein drittes Leben und werfen ihn nicht einfach nach dem ersten Lebenszyklus weg. Diese Herangehensweise zieht sich durch das gesamte Coboc Circular Concept.

Seit wann genau gibt es das Startup und was hat euch zu dieser Firmengründung motiviert?

Bastian: Die Idee unserer Gründer basiert auf einer einfachen Zielsetzung: Ein Elektrorad entwickeln, das richtig gut funktioniert und dabei auch noch verdammt gut aussieht. Vor rund zehn Jahren wurde der E-Bike-Markt von klobigen, schweren und auch ein bisschen hässlichen Modellen dominiert. Wir waren eines der ersten Unternehmen, das mit Slim E-Bikes einen Gegenentwurf präsentiert hat. Seit 2011 entwickeln wir nun Modelle nach diesem Grundsatz und wollen auch weiterhin unserem Ruf als Innovator gerecht werden.

Wer ist der typische Kunde – eher der gemütliche City-Cruiser, der schneller, bequemer und umweltfreundlicher zur Arbeit fahren möchte oder der Sportliche, der durch den Odenwald heizt und auch mal mehrtägige Radtouren plant?

Bastian: Sowohl als auch. Unsere Produktpalette reicht von komplett puristischen Singlespeedern, über City- und Commuter-, bis hin zu Gravel- und Trekking-E-Bikes. Eines haben aber alle unsere Modelle gemein: Sie sind leicht, geradlinig designt und versprechen ein natürliches Fahrgefühl. Eben wie Fahrradfahren, nur mit Unterstützung.

Wie lange hält so ein Akku und wie weit kommt man damit (in Tagen/ in Stunden)?

Bastian: Eine pauschale Angabe der Reichweite ist immer schwierig, da diese von enorm vielen Faktoren abhängig ist, sei es das Gewicht, das Profil der Strecke, die gewählte Unterstützungsstufe oder selbst die Windrichtung. Mit unserer Akkukapazität von 380 Wh ist man im flachen und hügeligen Terrain problemlos 75 – 110 Kilometer unterwegs.

Kann man eigentlich auch ohne Akku fahren?

Bastian: Auf jeden Fall. Das ist ein weiterer Vorteil, der sich aus unserer Herangehensweise ergibt. Durch das geringe Gewicht unserer E-Bikes und dem Freilauf – das Getriebe des Motors entkoppelt komplett – lassen sich unsere Modelle auch ohne Unterstützung wie ein normales Fahrrad fahren.

Welche Ziele/ Visionen habt ihr mit Coboc?

Bastian: Coboc war Pionier, ist Pionier und soll auch weiterhin Pionier bleiben. Diesen Status haben wir uns erarbeitet und wollen ihn auch weiterhin mit Leben füllen. Wir möchten mit innovativen Produkten unseren Teil dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen in Zukunft das E-Bike als ihr bevorzugtes Fortbewegungsmittel nutzen.

Kooperiert ihr auch mit Firmen (Stichwort: Firmenräder, Leihräder)?

Bastian: Coboc bietet ein eigenes B2B-Programm an, über dieses Firmen oder Organisationen E-Bikes direkt bei uns beziehen können. Egal ob diese per Entgeltumwandlung an die Mitarbeiter gehen sollen oder als Standortflotte geplant sind, egal ob als Leasing oder Kauf – da können wir individuelle Lösungen für jeden Bedarf schneidern. Ab zehn E-Bikes geht es los.

Wenn ich mir nun ein Coboc-E-Bike zulegen will, was genau muss ich beachten? Wie funktioniert es? Kann ich zwischen verschiedenen Modellen wählen? Gibt es ein Laden in Heidelberg, wo ist sie mir anschauen, ausprobieren kann? Bestelle ich online? Was kostet mich der Spaß?

Bastian: Im ersten Schritt kann man auf unserer Webseite durch unsere verschiedenen Modelle stöbern, diese miteinander vergleichen und schauen, welches denn für einen selbst in Frage kommen könnte. Wir legen großen Wert auf eine kompetente Beratung und einen Ansprechpartner vor Ort, aus diesem Grund vertreiben wir unsere E-Bikes über den Fachhandel. Im nächsten Schritt kann man sich also über die Händlersuche auf unserer Webseite informieren, welcher Händler denn in der Nähe ist und dort dann Probefahrten vereinbaren, um einfach auch das besondere Fahrgefühl einmal kennenzulernen. In Heidelberg haben wir mit unserem Partner Ruprecht Rides einen hervorragenden Händler dafür.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, lieber Bastian! Um einen noch besseren Eindruck zu bekommen, haben wir uns auch ein wenig auf Youtube umgeschaut. Und diese Videos machen wirklich Bock auf eine kleine Spritztour. Erfahre hier mehr über das tolle Startup Coboc.