Kulinarik

Cashew-Möhrenbrot (Heidelberger Art)

Gibt es eigentlich so etwas wie eine typische Heidelberger Küche? Ja, spätestens seit der Veröffentlichung des Heidelberg Kochbuchs (Wellhöfer Verlag) steht uns eine Sammlung von Lieblingsrezepten – zusammengetragen von Restaurantführer*innen, Biobauer*innen und Hobbyköch*innen aus der Region – zur Verfügung. Hier versammeln sich ganz individuelle, traditionsreiche und internationale Gerichte und sie haben das Zeug, zu unseren liebsten Rezepten zu werden. Bunte Salate, ungewöhnliche Vorspeisen, sättigende Hauptgerichte, verführerische Desserts und tolle Brotkreationen. Es macht Spaß, darin zu blättern und sich inspirieren zu lassen. Nur sollte man dies nie mit leerem Magen tun!

Besonders lecker und ein echter Hingucker ist das Cashew-Möhrenbrot. Cashews werden dem sogenannten Cashewapfel entnommen. Sie sind keine Nüsse, wie man fälschlicherweise annimmt, sondern Samen. Angebaut werden Cashews vor allem in Brasilien, Indien und Afrika. Cashewkerne sind nicht nur lecker, sondern eine hervorragende Magnesium-, Eiweiß- und Phosphorquelle und damit gut für unsere Knochen und Zähne, aber auch Muskeln und Nerven. Cashews sind richtige Stimmungsmacher! Sie enthalten die Aminosäure Tryptophan, aus dem der Botenstoff Serotonin (Glückshormon) entspringt.

Das klingt nicht nur gesund, sondern ist auch lecker. Wir haben uns das Rezept zum Cashew-Möhrenbrot rausgepickt und nachgebacken. It´s Time for Bread. Viel Spaß beim Nachmachen.

Zutaten (für ein Brot, 500g): 

• 90g Haferflocken (kernig)
• 130g Weizenmehl
• 50g Emmer-Vollkornmehl
• 50g Roggen-Vollkornmehr
• 5g Salz
• 50g Möhren (geraspelt)
• 6g Hefe
• 135g Joghurt
• 40g Cashewkerne (alternativ Cashewbutter) 

Zubereitung:

Haferflocken mit ca. 60ml Wasser zum Kochen bringen, 2 Stunden einweichen lassen und anschließend alle weiteren Zutaten (bis auf die Cashewkerne) hinzuführen, gut vermischen. Der Teig sollte lauwarm sein und weitere 10 Minuten geknetet werden. Am Ende werden die Cashewkerne hinzugegeben und die Teigmasse für eine halbe Stunde ruhiggestellt.

Den Teig dann in eine angefettete Kastenform geben und eine weitere Stunde ziehen lassen (die Hefe aufgehen lassen). Abschließend in einen vorgeheizten Bachofen bei 180°C geben und bis zu 50 Minuten backen lassen, bis die Oberfläche knusprig und goldbraun wird. Fertig ist das Brot. Guten Appetit!

Tipp: Besonders gut schmeckt Kokosbutter auf dem noch warmen Brot dazu. Probier´s auch mal mit Mandelmus, Ghee und ein paar Scheiben Bananen.