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Buchrezension zu Heidelberger Helden

Wer sind die Heidelberger Helden? Das sind nicht nur Polizist*innen, Feuerwehrleute und Ärzt*innen. Es sind keine außergewöhnlich kräftigen oder gar kämpferischen Leute, die allein durch ihr Erscheinungsbild auffallen. Im Gegenteil. Im Projekt Heidelberger Helden werden außergewöhnliche Menschen portraitiert, die insbesondere durch ihr altruistisches Handeln in den ersten Corona-Monaten des Jahres 2020, zum Wohl der Gesellschaft beigetragen haben. Darunter sind Studierende, Krankenhaus-Personal, Pädagog*innen, Mitarbeiter*innen im Diensteistungssektor, in öffentlichen Behörden, Hilfseinrichtungen und viele mehr.

Was sie verbindet, ist die Tatsache, dass diese Held*innen nicht fragten, “was kann die Gesellschaft für mich tun?”, sondern, “was kann ich zum Gemeinwohl beitragen?”

Der Initiator Nicola Walter und der Fotograf Christian Buck sind Herausgeber dieser doch recht ungewöhnlichen, aber beeindruckenden Darstellung von einzelnen Persönlichkeiten aus und um Heidelberg, publiziert 11/20 im Kurpfälzischen Verlag* Heidelberg.

Das Projekt “Heidelberger Helden” auf den Punkt gebracht:

  • “ist eine besondere Art, die Erinnerungen an diese Ausnahmesituation mit Höhen und Tiefen festzuhalten, es zeigt, dass keiner mit seiner Geschichte alleine ist, sondern Heidelberg ein Team ist” (Anna Burk)
  • “gibt Menschen gerade in dieser herausfordernden Zeit eine Stimme und schärft den Blick für das grundsätzlich Wesentliche” (Bettina Bauer-Teiwes)
  • “macht Hoffnung. Es zeigt, dass unsere Gesellschaft voller Menschen ist, die ihr Bestes geben” (Gertrud Edelmann)
  • “gibt Leuten, die in der Pandemie am meisten gefragt sind und an vorderster Front stehen, ein Gesicht” (Regina Kaiser-Götzmann)

Die Motivation, diese Menschen zu zeigen, ihnen eine Stimme, ein Gesicht zu geben, ist zum einen natürlich die Befürchtung, so Nicola Walter, dass “viel passieren wird und wenn man es nicht dokumentiert, wird es vielleicht verloren gehen.” Zum anderen ist dieses Projekt klar ein Mutmacher, ein Zeichen dafür, dass Menschen gerade in schweren Zeiten füreinander da sind, vor allem hier in Heidelberg eine enorme Dynamik ausgeht, die nicht zu übersehen ist!

Deutschland fuhr herunter […] Was passiert hier gerade? Ich dachte an so vieles, mein Kopf spielte Karussell. […] Es wird so vielen Menschen ähnlich gehen. […] Viele Menschen werden Herausragendes leisten. Wer sagt ihnen Danke? Wer hält das fest? Eine Idee war geboren. […] Die Konzeption dauerte bis tief nach Mitternacht und die HEIDELBERGER HELDEN waren geboren.

(Nicola Walter)

Gezeigt werden mehr als 100 Menschen, die ihren ganz persönlichen, individuellen und nach eigenen Stärken orientierten Beitrag leisteten.

Außerdem kommen Prof. Kräusslich (Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg), Prof. Verres (Facharzt für Psychotherapeutische Medizin), Prof. Kruse (Direktor des Instituts für Gerontologie), Theresa Bauer (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Prof. Kirchhoff (Bundesverfassungsrichter) Gudrun Jaeger (Mitdenkerin, Mitstreiterin) und Steffen Sigmund (Bürgerstiftung Heidelberg) zu Wort.

Das Buch zeigt definitiv etwas andere Held*innen, die vielleicht nicht immer im Vordergrund stehen und dennoch gerade in dieser Ausnahmesituation gezeigt haben, dass sie sehr wohl vorne stehen, wenn es wirklich darauf ankommt. Das sind wahre Held*innen!

*Vielen Dank für das unkomplizierte und schnelle zur Verfügung gestellte Buchexemplar.