Lifestyle,  Urlaub

Am Wochenende

Wie sieht ein typisches Wochenende bei uns in Heidelberg aus? Jede Heidelbergerin gestaltet es natürlich ganz individuell. Aber einiges haben wir definitiv gemeinsam:

Das Wochenende geht bei vielen von uns (zumindest in der Studienzeit) bereits am Donnerstagabend los. Freitags haben wir selten wichtige Veranstaltungen und wenn dann doch, dann besuchen wir sie aus echtem Interesse. Gearbeitet wird auch nur den halben Tag und selten powern wir durch. Danach ist „Zerstreuung“ angesagt!

Als Allererstes fragen wir uns natürlich, ob irgendein Event ansteht! Es gibt fast kein Wochenende, an dem nichts passiert: Heidelberger Herbst, Schlossbeleuchtung, Weihnachtsmarkt, Heidelberger Frühling, Literaturtage, Stückemarkt, Schlossfestspiele, Nacht der Wissenschaften usw. Dabei scheiden sich oft die Geister, ob wir es nun sehenswert oder überfrachtet/ touristisch finden. Es bleiben uns immer noch genug Alternativen!

Oft hat sich auch noch Besuch angekündigt. Man wird wahrscheinlich die typische Touri-Runde drehen und den Gästen noch die eigenen Lieblingsplätze zeigen.

Aber vor allem müssen wir eins – all die Aufgaben erledigen, die sich während der Woche angesammelt haben: Pfandflaschen zurück, Altpapier weg, Altglas in den Container, Fahrrad zur Reparatur, Spitzenschneiden beim Friseur, Essen einkaufen, Briefe verschicken, Treppenhaus reinigen usw. 

Wenn wir gut im Timing sind, gehen wir auch gern mal in die Stadt, bevorzugt in den Bücherladen oder in die Bücherei, mit einem Buch ins Café, einer Zeitschrift auf die Wiese oder zum Mittag in die Marstallmensa.

Nachmittags telefonieren wir mit Mutti und Oma, gehen ins Fitness Studio oder saugen die Wohnung. Wir probieren ein neues Rezept aus oder wechseln unsere Bettwäsche. Nebenbei schauen wir eine Doku auf ARTE oder lassen einfach das Radio laufen. Wir chatten mit unseren Freundinnen und planen den Abend.

Ein Wochenende in Heidelberg ist ziemlich simpel: Am liebsten treffen wir unsere engsten Freunde und gehen mit ihnen und einer Flasche Wein im Gepäck auf die Neckarwiese oder zur Promenade in die Bahnstadt. Wir lieben es zu flanieren.

Wir besuchen auch gerne kulturelle Veranstaltungen: Museen, Galerien, Kinos, Theater oder einfach nur unser Lieblingscafé. Dazu gehören vor allem das Friedrich, Medoc oder Rossi am Bismarckplatz, das P11 am Römerkreis, das Café Extrablatt und Regie in der Hauptstraße, das Hemingway am Neckar oder das Schiller´s Café. Zu empfehlen sind auch die Rösterei Rada, das Café Fresko und La Fé. Tolle Literaturevents gibt es übrigens im zu Unrecht fast noch unbekannten YilliY – eine hübsche kleine Chocolaterie in einer Nebenstraße zur Unteren, Richtung Neckar.

Sonntag heißt zunächst ausschlafen (natürlich nur, wenn es die Umstände erlauben und der Gast nicht schon ungeduldig am Küchentisch sitzt).

Wir lassen uns Zeit beim Kaffeetrinken, scrollen erst einmal durchs Netz, lackieren uns die Nägel und unterhalten uns über Gott und die Welt – und diskutieren, wie wir diese zu einer besseren verändern können.

Der Sonntag eignet sich perfekt für einen Serienmarathon oder ein nettes Buch.

Am Sonntag machen wir auch gerne Wellness und Sport. Wir gehen in die Sauna, zum Spinning oder wandern hoch auf den Königstuhl.

Sonntags essen wir Eis. Und wenn wir noch immer Appetit auf etwas Leckeres haben (oder einfach nur feststellen, dass wir schlecht eingekauft haben), holen wir uns noch etwas vom Rossmann am Hauptbahnhof. Nebenan gehen wir noch schnell in den Buchladen und checken die Bestsellerliste von SPIEGEL. Gibt es etwa neue interessante Literatur für uns?

Die ganz Fleißigen von uns gehen in die Universitätsbibliothek zum Lernen, oder wir schreiben an unserer Hausarbeit. Wir holen uns im Stundentakt einen Kaffee aus dem Automaten und hoffen, dass der Tag bald vorbei ist.

Einige von uns haben einen Nebenjob, den wir vor allem am Wochenende verrichten. Wir arbeiten hauptsächlich in der Touristikbranche, Gastronomie oder im Verkauf. Auch wenn wir am Wochenende arbeiten müssen, lieben wir das, was wir tun. Wir kommen mit interessanten Menschen zusammen und natürlich planen wir auch etwas Zeit nach der Arbeit, die wir mit unseren Kolleg*innen, Freunden und neuen Bekannten zelebrieren. In Heidelberg schuften wir nicht – jede Zeit ist Quality Time. Und das schätzen wir sehr!